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Rohstoffe

DEFINITION

Als Alternative zu festverzinslichen Geldanlagen, Aktien oder Immobilien, können Sie als Anleger auch in Rohstoffe investieren. Der Handel mit Rohstoffen ist im neuen Jahrtausend für private Anleger deutlich stärker geöffnet worden. Früher war dieser an den internationalen Warenterminbörsen fast nur institutionellen Anlegern und Experten vorbehalten.

Prominente Rohstoffe sind Gold, Silber, Platin und Erdöl aber auch Kupfer, Aluminium, Sojabohnen und Mais zählen zu dieser Anlageklasse. Selbst exotische Rohstoffe wie Lebendrind oder Schweinebäuche werden an den Börsen gehandelt und stellen in vielen Fällen solide Wertanlagen dar.


ARTEN DES INVESTMENTS

Direktinvestment in Rohstoffe am Beispiel von Gold:
Grundsätzlich kann man Gold bei der Hausbank kaufen. Die Auswahl ist aber meist sehr begrenzt und oft lagern nur einzelne Münzen in den Filialen. In den meisten Fällen ist man daher bei einem spezialisierten Edelmetallhändler besser aufgehoben. Ein guter Händler hat oft ein umfassenderes Sortiment auf Lager und ist meist auch günstiger als die Banken. Mittlerweile gibt es außerdem zahlreiche Edelmetallhändler, bei denen direkt online bestellt werden kann. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, da viele sog. Vermögensberatungen Anlegern überteuerte Rohstoffinvestments verkaufen. Ein Beispiel für ein solches Investment von dem eher abzuraten ist, sind Goldmünzen die über das Telefon angeboten werden.

Die meisten anderen Rohstoffe kann man allerdings kaum oder nur sehr umständlich in direkter Form kaufen. In der Regel muss als Privatanleger beim Investment in Rohstoffe der indirekte Weg über Finanzprodukte gegangen werden. Hier gleicht das Prinzip dem anderer Anlageklassen: Man kauft ein Produkt welches entweder die Entwicklung des Rohstoffpreises nachbildet (sog. Derivate) oder man investiert in einen Fonds der das direkte Investment in die Rohstoffe durchführt.


CHARAKTERISTIKA

Zu den verschiedenen Finanzprodukten, durch die man auch in Rohstoffe investieren kann zählen Aktien, Optionen, Futures, Zertifikate oder ETCs.

Zu den für Geld- und Kapitalanlage empfohlenen Rohstoffen, die in Form der zuvor erwähnten Finanzprodukte indirekt erworben werden können, zählen häufig Gold, Silber, Aluminium, Platin, Kupfer und Rohöl.

Es können jedoch unzählige weitere Rohstoffe gehandelt werden. Insbesondere das Investment in sog. Agrarstoffe schreckt viele Anleger aus moralischen Gründen ab. So kündigte zuletzt auch eine deutsche Großbank in einem „Corporate Responsibility Report“ an, keine neuen, an der Börse gehandelten Anlageprodukte zu emittieren, die auf dem Handel mit landwirtschaftlichen Rohstoffen wie Getreide oder auf Wetten auf die Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln basieren. Diese Form der Geldanalage soll dementsprechend nicht näher erläutert werden.


INVESTITION

ANLAGE IN ROHSTOFFE DURCH AKTIEN

Die erste Alternative, durch die man als Privatanleger in Rohstoffe investieren kann, bietet sich in Form von Aktien. Bei dem Kauf von sogenannten Rohstoffaktien, bieten sich bspw. Öl- oder Goldaktien an. Es handelt sich dabei um Unternehmen in Form von Aktiengesellschaften deren Hauptgeschäftsfeld die Gewinnung und/ oder der Verkauf der genannten Rohstoffe ist. Bekannte Rohstoffaktien sind beispielsweise Ölaktien der großen Ölkonzerne wie BP oder Exxon.
Zur Erläuterung von Aktieninvestitionen siehe Abschnitt "Aktien“.

Wenn der Preis des jeweiligen Rohstoffes steigt, steigt im Regelfall auch der Kurs der entsprechenden Aktie, sodass der Anleger durch dieses indirekte Investment in die Rohstoffe ebenfalls einen Gewinn verzeichnen kann. Man partizipiert am steigenden Rohstoffpreis, durch die positiveren Aussichten des Unternehmens das mit diesem Rohstoff Geschäfte macht.

INVESTMENT IN ROHSTOFFE DURCH DERIVATE UND ETCS

Eine weitere Möglichkeit des Investments in Rohstoffe ist der Erwerb von Derivaten. Hierbei handelt es sich um Optionen oder Futures, also um Terminkontrakte. Unseriöse Vermögensberatungen empfehlen Derivate mit hohem Risikoprofil als Altersvorsorge-Produkt oder zur Kapitalanlage.

Der Anleger hat die Möglichkeit, zum Beispiel eine bestimmte Menge Gold per Termin zu einem festen Preis zu kaufen. Steigt nun der Preis des Goldes innerhalb der Haltedauer, so kann der Kunde Gewinne erzielen. Fällt der Preis des Goldes allerdings, so entstehen Verluste. Sog. Futures haben vor vielen Jahren die Grundlage für Finanzprodukte gelegt, da, vereinfacht dargestellt, Landwirte die Ernte des bevorstehenden Jahres schon im aktuellen Jahr verkauft haben, um Geld für bspw. Saatgut zur Verfügung zu haben.

Das Investment mit sogenannten ETCs funktioniert etwas anders. Zwar investiert der Anleger auch hier indirekt in den Preis der Rohstoffe und hofft, dass diese im Wert steigen, allerdings in ein Finanzprodukt welches die Wertentwicklung des Rohstoffes oder eines Rohstoffkorbes nachbildet. Grundsätzlich muss man sich als Anleger beim Handel mit Rohstoffen allerdings immer darüber im Klaren sein, dass es sich dabei auch um ein spekulatives Investment handelt, im Rahmen dessen sowohl hohe Renditen als auch sehr große Verluste möglich sind.

Es können aber auch gesamte Rohstoffindices gehandelt werden. Es liegt die gleiche Funktionsweise wie ETCs auf einzelne Rohstoffe zu Grunde, diese beziehen sich allerdings auf Indizes. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass der Anleger sich nicht mit der Frage auseinandersetzen muss welcher Einzelwert in Zukunft fällt oder steigt, sondern einfach den gesamten Markt nachbildet. Somit ist auch für eine entsprechende Diversifikation innerhalb der Anlageklasse gesorgt.

ETCs stellen im Gegensatz zu ETFs kein Sondervermögen dar. Wenn der Emittent des ETCs also pleitegeht, kann für den Anleger ein Totalverlust entstehen. Daher ist es bei ETCs besonders wichtig auf die Bonität des Emittenten zu achten und keine zweifelhaften Anbieter zu wählen. Ist der Emittent solide und etabliert, ist die Gefahr des Totalverlustes äußerst gering.