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Aktien

DEFINITION

Bei Aktien handelt es sich grundsätzlich um Anteile an Unternehmen. Eine Aktie stellt einen verbrieften Unternehmensanteil dar und macht ihren Besitzer zum Teilhaber an der entsprechenden Firma. Eine solche Beteiligung wird im Normalfall nur eingegangen, wenn erwartet wird, dass der Kurs der Aktie steigt, also die Aussichten für das Unternehmen positiv sind. Der Aktienkurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Ist die Nachfrage höher als das Angebot, steigt der Aktienkurs. Ist das Angebot höher als die Nachfrage, fällt der Aktienkurs. Der Preis bzw. Kurs einer Aktie spiegelt also nur das aktuelle Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wider. Die Anzahl aller existierenden Aktien, multipliziert mit dem Aktienkurs, ergeben den Börsenwert des Unternehmens.

Viele Unternehmen schütten eine sog. Dividende aus. Dies bedeutet, dass ein Teil oder der gesamte Gewinn, den das Unternehmen im entsprechenden Geschäftsjahr erwirtschaftet hat, an die Aktionäre gezahlt bzw. ausgeschüttet wird.


FORMEN DES INVESTMENTS

In Aktien kann man indirekt oder direkt investieren. Das direkte Investment erfolgt durch den einfachen Kauf einer oder mehrerer Aktien. Indirekte Investments können, müssen aber nicht, komplizierter sein. Ein populäres Beispiel eines indirekten Aktieninvestments stellen sog. Fonds dar. Aktienfonds machen im Grunde nichts anderes, als das Geld der jeweiligen Investoren, bspw. Sie als Privatanleger, einzusammeln und damit verschiedene Aktien zu kaufen. Somit wird über den Fonds indirekt in die jeweilige Aktie investiert. Dies macht Sinn, wenn man sich selbst nicht um die Auswahl der Aktien kümmern möchte und/oder in die Fähigkeiten des jeweiligen Fondsmanagers vertraut. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn statistisch betrachtet konnten nur 27,5 Prozent der Aktienfonds eine positive Managementleistung vorweisen (bezogen auf einen Zeitraum von zehn Jahren)1. Besonders bei der Vermögensberatung sind Fonds sehr beliebt, da dem Finanzberater durch versteckte Gebühren, Provisionen zufließen können.

Ebenfalls zu den indirekten Investments in Aktien zählen Zertifikate, Aktienoptionen und unzählige weitere exotische Finanzprodukte. Für nicht-professionelle Privatanleger birgt der Handel mit diesen Instrumenten allerdings meist ein zu hohes Risikoprofil. Es sei gesagt, dass diese Produkte häufig Rechte auf den zukünftigen Kauf oder Verkauf der jeweiligen Aktie beschreiben. Es gibt viele Finanzprodukte, die in ihrer Struktur durchaus sinnvoll sind, allerdings ist durch eventuelle Hebelwirkungen und/oder mögliche Totalverluste das Risiko häufig höher als beim klassischen Aktienerwerb. Laien sollten sich genau mit dem jeweiligen Produkt beschäftigen und sich bewusst sein, wie und in was investiert wird. Unseriöse Vermögens- und Finanzberatungen empfehlen ihren Kunden, Geld in Produkte zu investieren, die starken Schwankungen unterlegen sind. Zur Kapitalanlage oder Altersvorsorge eignen sich derartige Derivate häufig nur in speziellen Fällen, sie dienen zum Großteil dem Zweck der Spekulation.

CHARAKTERISTIKA

Der Unterschied zwischen Kaufkurs und aktuellem Kurs bzw. Verkaufskurs stellt die Rendite des Aktieninvestments dar. Man kann sich die Wochen-, Monats- und Jahresrenditen der Aktien anschauen, indem man einfach den Kurs innerhalb dieses Zeitraumes vergleicht. Hat man bspw. eine Aktie für 10 Euro gekauft und verkauft diese für 15 Euro, so beträgt die Rendite 50 Prozent. Wäre der Aktienkurs allerdings auf 8 Euro gefallen, so ergäbe sich eine Negativrendite von -20 Prozent. Anhand dieses Beispiels wird deutlich, dass der Handel mit Aktien einem gewissen Risiko unterworfen ist. Aktien bieten einerseits die Chance auf verhältnismäßig hohe Gewinne, bergen andererseits aber auch die Gefahr von entsprechenden Verlusten.

Um das Risiko zu begrenzen, wird häufig nach dem Prinzip der sog. Diversifikation gehandelt. Hierbei wird das Vermögen nicht nur in einer Aktie angelegt, sondern in mehreren Aktien unterschiedlicher Unternehmen. Die Idee hinter dieser Strategie ist einfach nachvollziehbar: Wenn ein Unternehmen plötzlich einen großen Kursverlust aufweist, so steckt nicht das gesamte Vermögen in diesem einen Unternehmen, sondern ist über mehrere Unternehmen gestreut. Entsprechend ist auch das Risiko gestreut und eventuelle Verluste fallen geringer aus. Das Prinzip der Diversifikation stellt beim Geldanlegen bzw. bei der Kapitalanlage einen der wichtigsten Gesichtspunkte dar.

INVESTITION

Eine Aktie wird grundsätzlich über einen sog. Broker erworben. Die gängigste Methode für Privatinvestoren ist heutzutage die Eröffnung eines Depots bei einer Bank oder die meist kostengünstigere Alternative der Eröffnung eines Depots bei einem Onlinebroker. Depotgebühren der Banken werden im Internet häufig vergleichend für Sie bereitgestellt. Die Bank oder der Onlinebroker halten alle Informationen, Anweisungen und Anleitungen bereit, die Sie zur Eröffnung eines Depots, zwecks Kapitalanlage, benötigen.

Der Kauf einer Aktie funktioniert auch entsprechend einfach. Entweder Sie weisen ihren Bankberater an, die gewünschten Aktien zur gewünschten Anzahl zu kaufen oder Sie wickeln den Kauf selbst über Ihr Onlinedepot ab. Meist gibt es einen Reiter oder Button wie „Wertpapierkauf“, der hierfür gedacht ist.

Jedes börsennotierte Unternehmen, das Aktien ausgegeben hat, muss über eine Börsenkennung verfügen. Dies ist entweder die sog. ISIN oder WKN. Auf vielen Finanzseiten lässt sich durch Eingabe des Firmennamens leicht die entsprechende ISIN oder WKN herausfinden.

Durch Eingabe der entsprechenden Kennziffer und der jeweiligen Anzahl der Aktien wird nun die Order ausgeführt. Der gängigste Ordertypus ist „Bestens“ und sagt lediglich aus, dass die Aktie jetzt zum bestmöglichen Preis gekauft werden soll. Wer nicht spekuliert, ist mit dieser Möglichkeit ausreichend informiert. Nach Durchführung der Order ist man Besitzer der gekauften Aktien und Teilhaber des zu Grunde liegenden Unternehmens.

Eine weitere und bequemere Lösung für Privatanleger bieten sogenannte ETFs auf Aktienindizes wie bspw. den DAX. Diese ETFs bilden die Wertentwicklung des repräsentativen bzw. zu Grunde liegenden Indexes ab und zeichnen sich meist durch geringe Transaktionskosten aus. Hier liegt es am Anleger, einen möglichst guten Index zu wählen. Dies funktioniert sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Durch den ETF partizipiert man dann an der Gesamtentwicklung des jeweiligen Marktes. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Anleger sich nicht mit der Frage auseinandersetzen muss, welcher Einzelwert in Zukunft fällt oder steigt, sondern durch den zu Grunde liegenden Index einfach den entsprechenden Markt nachbildet.


1 Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW); Institut für Vermögensaufbau (IVA)